Telefon-Coaching

Beispiele aus der Praxis

Ich habe Telefoncoaching sowohl als aktive Kundin (Coachee) sehr positiv erlebt als auch als Coach, der ich seit einigen Jahren meine Kunden mit dieser Technik begleite. Wer ein wenig experimentierfreudig ist, der probiert es ohne die oben genannten Gründe einfach einmal aus, sie werden angenehm überrascht sein, wie gut Telefoncoaching funktioniert und auf welche tieferen eigenen Ebenen man dadurch gelangt, wenn man das Auge als primäre Wahrnehmungsquelle ausschaltet.

Hier ein paar Beispiele aus meiner Praxis:

Eine Kundin musste auf eine heikle, plötzlich auftretende Situation rasch reagieren und am Nachmittag ein klärendes Gespräch mit einer Mitarbeiterin führen. Sie selbst saß im Burgenland und hatte keine Zeit, nach Wien zu kommen. Sie suchte verzweifelt über Google einen Telefoncoach und fand meine Homepage. Innerhalb von 2 Stunden hatten wir einen Coachingtermin eingetaktet und die für die Kundin schwierige Situation besprochen. Wichtig war es vorerst, ihre Emotionen wieder auf ein „vernünftiges“ Maß zu bringen – also sie wieder von der berühmten Palme zu holen, damit eine vernünftige und lösungsorientierte Klärung möglich wurde. Nach dem Coaching hatte sie ihr Ziel klar vor Augen und hatte mit mir auch einen Gesprächsleitfaden erarbeitet, der sie am Nachmittag gut unterstützte. Meine Kundin und ihre Mitarbeiterin konnten die Angelegenheit zur Zufriedenheit beider lösen.

Ein Kunde wurde überraschend in sein Headquarter zitiert und musste den Kopf für eine in seinem Land – nicht durch ihn – getroffene Entscheidung hinhalten. Es ging mehr darum, wie er es gut aushalten kann, die Prügel abzuholen, ohne die Situation noch mehr zu verschlechtern. Eine diplomatische Strategie musste ausgearbeitet werden. Wir sondierten gemeinsam die Situation, die unterschiedlichen Persönlichkeiten im Headquarter und die möglicherweise versteckten Ziele der „Gegenpartei“. Weiters besprachen wir eine Mentaltechnik, um das Gespräch gut aushalten zu können.

Mein Kunde berichtete, dass es das furchtbarste Gespräch in seinem Berufsleben war, aber dass er es auch gut überstanden hatte, weil er sich vorbereitet hatte.

Es ist kaum zu glauben, aber auch eine Aufstellung auf einem A4 Blatt mit „Papierschnipsel“ brachte wertvolle Erkenntnisse für meine Kundin. Natürlich fragen Sie sich, wie kann ich als Coach sehen, wie sie aufgestellt hat. Das geht ganz einfach – auf einem A4 Blatt wird durch Falten ein Raster (ähnlich einem Schachbrett) erzeugt und meine Kundin sagt mir an, wohin sie die einzelnen Bestandteile der Aufstellung stellt und welche Blickrichtungen sie haben. Daraus wurde sichtbar, dass die Zeitachsen vertauscht waren – sie blickte in die Vergangenheit und nicht in die Zukunft. Als wir dann alles in die passende Richtung geordnet hatten, war ihre Fragestellung gelöst

Ein Kollege, der viel zwischen Deutschland und Österreich mit dem Auto pendelt, nutzt das Telefoncoaching regelmäßig als Supervision. Auf seinen langen Autofahrten kann er seine Arbeit reflektieren. Was war gut und was sollte er in Zukunft anders machen? Ich notiere alles mit und schicke ihm dann seine, durch meine Fragen entstandenen, Erkenntnisse. Wenn der Verkehr zu dicht wird, dann unterbrechen wir, damit er sich wieder voll auf die Autobahn konzentrieren kann.

Eine meiner Kunden sitzt in Italien und ist in einem sehr nervenaufreibenden Projekt tätig. Als nun noch sein „gehasster“ Kollege zum Kunden gewechselt hat und ihn jetzt noch mehr auf die Nerven geht, wandte er sich an mich. Nach 5 Coachingeinheiten fühlte er sich der neuen Situation viel besser gewachsen und es gelang ihm immer besser, seine Emotionen im Griff zu halten.

 

Ein Kundengespräch, geht voll „in die Hose“. Bevor die Emotionen die Seele zerfressen, ist es ratsam, sich mit jemand neutralen zu besprechen. Ein Coach macht keine Vorwürfe, zeigt Verständnis, fragt nach und führt behutsam aus dem schwarzen Loch wieder ins Licht. Schließlich kann man jede auch noch so schief gegangene Situation als Lernchance nutzen. Was werde ich in Zukunft anders tun?